Im Rahmen der Bezirkstagung 2026 des DLRG Bezirk Reutlingen, die am vergangenen Samstag in den Räumen der Feuerwehr in Reutlingen stattfand, eröffnete der Bezirksvorsitzende Alexander Kley die Tagung vor rund 60 Delegierten. Er übergab die Tagungsleitung an seinen Stellverterter Marc Bergweiler, der erstmals durch Sophia Kley unterstützt wurde,
Der Bezirk Reutlingen mit seinen zwölf Ortsgruppen im Landkreis hat die größte Mitgliederzahl (4.677) seit Bestehen. Kley würdigte die wichtige Arbeit der Ausbilder und Übungsleiter im und am Wasser und ehrte die größte Ortsgruppe Pfullingen und die beiden Ortsgruppen mit dem meisten Zuwachs (Dettingen und Zwiefalten)
In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Thomas Keck die herausragende Bedeutung der DLRG. Er würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen und hob hervor, dass die DLRG die größte ehrenamtliche Wasserrettungsorganisation der Welt ist. Gleichzeitig dankte er für das große Engagement in der Ausbildung sowie für die schnelle Hilfe bei Notfällen am Wasser: „Sie sind unverzichtbar.“
Der Stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Matthias Hertler hieß die Teilnehmer in den Räumen der Feuerwehr Reutlingen willkommen.
Die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt eindrucksvoll den Umfang dieser Arbeit: Rund 58.000 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit wurden im Landkreis Reutlingen geleistet. Der scheidende Leiter Einsatz, Konrad Steibli, berichtete von 1.421 abgenommenen Schwimmabzeichen sowie über 15.000 Stunden, die in die Ausbildung investiert wurden. Sein Dank galt insbesondere den Ortsgruppen für ihr Engagement. Dabei betonte er: „Jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene, der schwimmen kann, ist ein potenzieller Notfall weniger, bei dem die Einsatzkräfte der DLRG ausrücken müssen.“
Allein die Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb leistete über 15.050 Stunden und feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum. Gegründet, um schnelle Hilfe an Gewässern in der Region zu leisten, hat sie ihre Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Im vergangenen Jahr konnten bei 16 Einsätzen Menschenleben gerettet werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Starkregen- und Hochwasserereignisse nehmen zu, wodurch die Organisation stärker gefordert ist als je zuvor. Entsprechend wurden alle Helfer der Wasserrettung im Schwimmen in fließenden Gewässern ausgebildet.
Steibli hob zudem das starke Engagement der DLRG beim Katastrophenschutz an Schulen hervor.
Auch Armin Flohr, Präsident der DLRG Württemberg, ging auf die aktuellen Herausforderungen ein. Er beleuchtete insbesondere die Auswirkungen der angespannten Weltlage und die Bedeutung von Krisenresilienz für die Organisation.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Indienststellung eines neuen Kommandowagens (KdoW). Das zu rund 90 Prozent durch Spenden finanzierte Fahrzeug steht künftig dem Einsatzleiter vom Dienst zur Verfügung und ermöglicht ein noch schnelleres Ausrücken bei Notfällen im und am Wasser. Konrad Steibli übergab das Fahrzeug symbolisch an seinen Nachfolger Christoph Kley. Damit ging nicht nur das Fahrzeug, sondern auch die Verantwortung für den Bereich Einsatz an die neue Leitung über.
Neben Christoph Kley als Leiter Einsatz wurden Yannick Albus und Roland Adam als seine Stellvertreter gewählt.
In ihren Ämtern bestätigt wurden Alexander Kley als Bezirksvorsitzender sowie sein Stellvertreter Marc Bergweiler. Konrad Steibli wurde ebenfalls zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Bernd Boßler bleibt Leiter Wirtschaft und Finanzen. Neu im Vorstand ist Luca Pattas als Beisitzer.
Bereits im März wurde auf der Jugendversammlung Lea Strohm zur Bezirksjugendleiterin gewählt.



